Microgrid und intelligentes Energiemanagement in der Sportanlage Pražačka

Intelligentes Microgrid-Energiemanagement für Schwimmbäder, Lüftung, KWK, Photovoltaik und E-Mobilität – Lastspitzen gesenkt, Eigenverbrauch maximiert.

Über die Anlage

Die Sport- und Freizeitanlage Pražačka ist eine der bedeutendsten Sporteinrichtungen des Prager Stadtteils Praha 3. Zum Komplex gehören ein Hallenbad und ein Freibad mit Attraktionen, ein Kleinkinderbecken, Sauna, Fitnessstudio und eine Kampfsport-Trainingshalle (MMA), ein Kunstrasenplatz mit Laufbahn, Faustball-, Volleyball- und Beachvolleyball-Felder, ein Streetball-Platz sowie neuerdings ein Skatepark und eine E-Mobilitätsinfrastruktur.

Die Anlage verfügt über vielfältige Technologien mit unterschiedlichen Betriebszeiten und hohem Energiebedarf – sie verbraucht jährlich rund 256 MWh Strom, 945 MWh Gas und 11.000 m³ Wasser.

Projektziele und wesentliche Vorteile

Ziel war es, ein intelligentes Energiemanagementsystem für die gesamte Anlage Pražačka einzuführen, das alle zentralen Technologien – Schwimmbäder, Lüftungsanlagen, Heizung, Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), Photovoltaik, Batteriespeicher und Elektromobilität – koordiniert und automatisch an aktuelle Betriebsbedingungen anpasst.

Das Smart Grid fungiert hier als zentrales Steuerungssystem, das Verbrauch, Eigenproduktion und Energiespeicherung aktiv regelt und so einen effizienten und nachhaltigen Betrieb unterstützt.

Die Anlage profitiert konkret davon:

  • Lastspitzen werden reduziert und ein stabiler Betrieb sichergestellt
  • Der Energiebedarf der Anlagentechnik sinkt messbar
  • Die Eigenproduktion wird stärker genutzt, das öffentliche Netz entlastet
  • Vollständige Transparenz und Kontrolle über die gesamte Energieversorgung in Echtzeit
  • Einfache Erweiterbarkeit um neue Technologien und zusätzlicheDienste

Das Projekt Pražačka entwickelt sich zu einem Referenzbeispiel für modernes Energiemanagement in kommunalen Sportanlagen.

Die größten Herausforderungen bei der Implementierung

  • Heterogene Technologien mit unterschiedlichen Verbrauchsprioritäten
  • Anbindung an bestehende Mess-, Steuer- und Regelungssysteme (MSR)
  • Saisonale Betriebsschwankungen
  • Notwendigkeit zur Lastspitzenkappung und Reaktion auf den Netzzustand
  • Maximale Nutzung eigener Energiequellen – KWK, PV-Anlage, Batteriespeicher
  • Anforderungen an sichere Datenkommunikation und Fernüberwachung

Die Lösung: FLOWBOX EMOS

FLOWBOX EMOS übernimmt in der Anlage die Rolle des zentralen Energiemanagementsystems. Es vernetzt in Echtzeit alle relevanten Technologien und steuert deren Betrieb so, dass Energie so effizient wie möglich eingesetzt wird. Das System arbeitet mit Prioritäten, berücksichtigt die verfügbare Eigenproduktion und den aktuellen Zustand des Verteilnetzes.

Was das System konkret leistet

  • Zentrale Energiesteuerung – Eine einzige Leitstelle koordiniert den Betrieb aller energierelevanten Technologien der Anlage.
  • Verbrauchsmonitoring – Strom-, Gas-, Wärme- und Wasserverbrauch werden in kurzen Intervallen erfasst, ausgewertet und übersichtlich dargestellt.
  • Steuerung eigener Energiequellen – KWK, Photovoltaik und Batteriespeicher werden so geregelt, dass die Eigenproduktion bestmöglich für den Anlagenbetrieb genutzt wird.
  • Lastspitzenreduktion – Die Leistung der Anlagentechnik wird automatisch nach Prioritäten und verfügbarer Energie geregelt – das stabilisiert Netz und Betriebskosten.
  • Temperaturmanagement – Gebäudeheizung und Beckenwassererwärmung orientieren sich am aktuellen Bedarf und den Außenbedingungen.
  • Steuerung der Schwimmbadtechnik – Attraktionen, Wasseraufbereitung und zugehörige Systeme sind auf energiesparenden und stabilen Betrieb optimiert.
  • Lüftungssteuerung – Lüftungseinheiten passen ihre Leistung an Belegung und Betriebssituation an.
  • Integration der Elektromobilität – Ladestationen für E-Autos und E-Bikes werden überwacht und so gesteuert, dass das Netz nicht überlastet und freie Energiekapazitäten genutzt werden.
  • Fernüberwachung und Visualisierung – Der Betriebsleiter hat von überall Zugriff auf das Anlagenmanagement – über ein gesichertes Web-Interface.
  • Alarme und Benachrichtigungen – Das System erkennt und meldet Störungen sowie ungewöhnliche Betriebszustände sofort.
  • Anbindung externer Systeme – Die Lösung kommuniziert mit bestehenden MSR-Systemen sowie mit dem Verteilnetz.
  • Datenarchivierung und -analyse – Alle Daten werden langfristig gespeichert und für Trendauswertungen sowie weitere Optimierungen genutzt.

Was man in Pražačka über das Energiemanagement sagt

„Die Technik der Anlage ist umfangreich und eng vernetzt – was naturgemäß auch gelegentliche Störungen mit sich bringt. Das Energiemanagementsystem FLOWBOX EMOS hilft uns dabei erheblich: Es meldet in Echtzeit jede Abweichung, sodass wir sofort reagieren können. Langfristig ist dieses System für die Betriebsplanung unverzichtbar, weil es zeigt, wo wir noch effizienter und sparsamer werden können. Insgesamt ist EMOS ein klarer Mehrwert für die Anlage – mit nachweisbaren Einsparungen."
Václav Bartásek, Direktor, Sport- und Freizeitanlagen Praha 3

Zusammenfassung

Das Projekt Pražačka zeigt eindrucksvoll, wie intelligentes Energiemanagement die Effizienz und Autarkie einer kommunalen Sportanlage deutlich verbessern kann. FLOWBOX übernimmt dabei die Rolle eines intelligenten Systems, das Energieflüsse in Echtzeit versteht und die Anlagentechnik aktiv so steuert, dass der Betrieb zuverlässig, wirtschaftlich und nachhaltig bleibt.