Auf der Aquatherm Praha 2026 stand eine zentrale Botschaft im Mittelpunkt:Die größten Energieeinsparungen entstehen heute nicht durch Investitionen in neue Technologien – sondern durch eine bessere Nutzung vorhandener Daten.
Genau darum ging es im Vortrag von Jan Denemark: Wie lassen sich Energiedaten in reale Einsparungen umwandeln – ohne den laufenden Betrieb einzuschränken?
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Warum Unternehmen unnötig zu viel für Energie zahlen
Aus der Praxis von FLOWBOX wiederholen sich immer wieder dieselben Probleme:
- Unternehmen erkennen ihre eigenen Ineffizienzen nicht
- Sie haben Energiedaten, wissen aber nicht, wie sie diese nutzen sollen
- Energiemanagement erfolgt reaktiv statt proaktiv
- Es fehlen Verbrauchsprognosen und ein übergeordneter Kontext
Energie wird so nicht gesteuert – sie wird nur abgerechnet.
Wo die größten Einsparpotenziale liegen
Eine Energierechnung besteht nicht nur aus Verbrauch.
Eine entscheidende Rolle spielen:
- das zeitliche Verbrauchsprofil
- die reservierte Netzkapazität
- das Einkaufsmodell (SPOT vs. FIX)
Der Schlüssel liegt darin, zu steuern, wann und wie Sie Energie verbrauchen – nicht nur, wie viel.
Die größten Einsparungen? Oft ganz ohne Investitionen
Ein besonders eindrucksvoller Teil des Vortrags machte eines deutlich:Einsparungen entstehen in erster Linie nicht durch Investitionen in Technologie, sondern durch veränderte Steuerung und intelligente Datennutzung.
Typische Maßnahmen, die zu niedrigeren Energiekosten führen:
- Glättung der Lastprofilkurve (Peak Shifting)
- Optimierung der reservierten Netzkapazität
- Wechsel des Energieeinkaufsmodells (SPOT vs. FIX)
- Echtzeit-Erkennung von Verbrauchsanomalien
Dafür braucht es allerdings:
- detaillierte Energiedaten (z. B. im 15-Minuten-Intervall)
- Verbrauchsanalyse und -prognose
- automatisierte Anlagensteuerung
Mit anderen Worten: intelligentes Energiemanagement.
So kann etwa eine Datenanalyse eine unnötig hohe reservierte Kapazität oder einen suboptimal eingestellten Betrieb aufdecken – und sofortige Einsparungen ermöglichen, ganz ohne weitere Investitionen.
Welche Ergebnisse das bringt
Reale FLOWBOX-Projekte zeigen:
- bis zu 37 % Einsparungen beim Stromverbrauch
- bis zu 62 % Einsparungen beim Wasserverbrauch
- bis zu 58 % Einsparungen beim Wärmeverbrauch
- Amortisationszeit typischerweise 6–24 Monate
Fazit: Was heute über Energieeinsparungen entscheidet
Monitoring allein reicht nicht. Der Schlüssel ist aktives Energiemanagement.
Unternehmen, die heute die größten Energieeinsparungen erzielen:
- arbeiten mit Echtzeitdaten
- prognostizieren ihren Verbrauch
- automatisieren die Energiesteuerung

